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M.D. Engelbrecht M.D. Engelbrecht ist weiblich
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Themenstarter Thema begonnen von M.D. Engelbrecht
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Autoren schreiben besser als Zeichner, haben aber dafür kein Gefühl für Seiteneinteilung und Pacing? Das mag mal stimmen, mal nicht, aber hier könnt ihr euch austauschen!

Auch wollen wir hier nützliche Tipps und Tricks für Zeichner und Autoren sammeln smile

Wie baut man die Geschichte am Besten auf? Was sollte man unbedingt vermeiden und welche Kniffe sind besonders wichtig?

Hier werden Sie geholfen großes Grinsen

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13.04.2010 13:18 M.D. Engelbrecht ist offline E-Mail an M.D. Engelbrecht senden Homepage von M.D. Engelbrecht Beiträge von M.D. Engelbrecht suchen Nehmen Sie M.D. Engelbrecht in Ihre Freundesliste auf MSN Passport-Profil von M.D. Engelbrecht anzeigen
azara azara ist weiblich
Zeichner und Autoren


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ich fänds total interessant, über storytelling/plotline und so krams zu diskutieren, denn wir haben ja n paar autoren... und angeblich haben autoren über sowas durchschnittlich gesehen mehr ahnung als zeichner und wir zeichner könnten dann vl was lernen....

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miau
13.04.2010 16:59 azara ist offline E-Mail an azara senden Beiträge von azara suchen Nehmen Sie azara in Ihre Freundesliste auf
Lail Lail ist weiblich
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Hmm, es is nur ganz schwer, so was übers Internet an abstrakten Beispielen zu besprechen. Da eigenet sich Feedback zu nem konkreten Projekt, konkreten Charakteren, Storyverlaufspunkten, etc. eher. =/

Und ob besser oder schlechter ... hm, das is schwierig. Gibt auch Autoren, die z.B. zwar Ahnung von Roman-Storytelling haben, das aber nicht auf Comics übertragen können, also mit der Seitenaufteilung und dem "Pacing" nicht zurecht kommen.

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13.04.2010 17:35 Lail ist offline E-Mail an Lail senden Homepage von Lail Beiträge von Lail suchen Nehmen Sie Lail in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Lail in Ihre Kontaktliste ein
Sithy
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Ich hab ja im Grunde genommen noch keine wirkliche Erfahrung im Schreiben von Scripten. Hab es zwar gemacht, aber halt so, wie ich mir gedacht habe, daß der Zeichner was damit anfangen kann.

Jetzt mal eine Frage an die Script-Schreib-Erfahrenen unter euch: Wie sieht das bei euch aus?
Schreibt ihr Szenen Panel für Panel und was genau in jedem passiert?
Überlaßt ihr den Zeichnern, wie sie Panels aufbauen/aneinanderreihen?
Wißt ihr von vornherein, wie lange das Geschriebene später in Comicform wird? In dieser Hinsicht habe ich z.B. überhaupt kein Gefühl.
Wie genau beschreibt ihr? Wieviel laßt ihr den Zeichner entscheiden?

So, das waren fürs erste Mal genug Fragen, denke ich ^^ Allgemeine Tips und Tricks höre ich mir natürlich immer gerne an Augenzwinkern

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"Don't threaten me with a dead fish!"
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14.04.2010 20:41 Sithy ist offline Homepage von Sithy Beiträge von Sithy suchen Nehmen Sie Sithy in Ihre Freundesliste auf
Lail Lail ist weiblich
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Zitat:
Original von Sithy
Ich hab ja im Grunde genommen noch keine wirkliche Erfahrung im Schreiben von Scripten. Hab es zwar gemacht, aber halt so, wie ich mir gedacht habe, daß der Zeichner was damit anfangen kann.


Das ist auch im Grunde nicht verkehrt, wirklich etwas falsch machen kann man dabei eigentlich nicht. smile

Zitat:
Jetzt mal eine Frage an die Script-Schreib-Erfahrenen unter euch: Wie sieht das bei euch aus?
Schreibt ihr Szenen Panel für Panel und was genau in jedem passiert?
Überlaßt ihr den Zeichnern, wie sie Panels aufbauen/aneinanderreihen?


Das hängt bei mir immer mit der Erfahrung der Zeichner zusammen. Wenn ich weiß, dass der Zeichner paneln kann (durch entsprechende Arbeitsproben), überlasse ich ihm das Paneling im Detail, nehme aber eine grobe Seitenaufteilung vor, also ich beschreibe, was jeweils auf einer Doppelseite passiert und schreibe die Dialoge dazu. Wenn mir als Autor bestimmte Panels vorschweben, baue ich dann auch schon mal genauere Anweisungen mit ein.

Bei Paneling-unerfahrenen oder unsicheren Zeichnern kann es empfehlenswert sein, das Paneling als Autor zu übernehmen - das setzt natürlich voraus, dass der Autor (eigentlich: der Szenarist, er schreibt ja das Szenario) seinerseits über die benötigten Kenntnisse verfügt. Übrigens empfiehlt es sich in so einem Fall auch, tatsächlich kleine Layoutskizzen anzupassen, damit deutlich wird, wie man sich den Seitenaufbau vorstellt. smile

Grundsätzlich ist es wichtig, denke ich, aber so oder so von Anfang an zu klären, dass der Autor ein Veto-Recht hat. Vielleicht redet man auch mal bei einer Tasse Kaffee über den Umfang. Das kann sonst schon mal nervenaufreibende Diskussionen geben, wenn der Autor etwas geändert haben möchte, der Zeichner aber nicht - oder natürlich auch umgekehrt. Bei manchen Projekten kann es natürlich auch sein, dass der Verlag von Anfang an anordnet, dass der Autor "über" dem Zeichner steht oder der Autor nur seine Story liefert und der Zeichner dann freie Hand hat. Auch in solchen Fällen sollte man aber über alles reden können, sonst führt das nur zu Frust. smile


Zitat:

Wißt ihr von vornherein, wie lange das Geschriebene später in Comicform wird? In dieser Hinsicht habe ich z.B. überhaupt kein Gefühl.


Das kommt mit der Zeit. smile Am besten ist es am Anfang, wirklich das ganze Skript erst einmal in einer Erstfassung auszuarbeiten (nachdem der Redakteur den Handlungsverlauf so gebilligt hat). Ein guter Redakteur sollte dir auch schon dabei helfen können, ob der Handlungsverlauf ungefähr auf die angestrebte Seitenzahl passt.

Vielleicht noch mal zu meinem Prozedere: Ich hangel mich von einer kurzen Inhaltsbeschreibung hin zu einem detaillierten Handlungsverlauf (Konzepte haben nachher inklusive Charakterbeschreibungen 7-10 Seiten). Ich weiß mittlerweile ungefähr, wie viel Stoff ich in einen Band kriege. Dann setzte ich mich hin und schreibe das Skript in der besagten Doppelseitenaufteilung. smile


Zitat:

Wie genau beschreibt ihr? Wieviel laßt ihr den Zeichner entscheiden?


Wie gesagt, kommt auf den Einzelfall an. Das Problem bei zu detaillierten Beschreibungen ist, dass der Zeichner sich weniger selbst einbringen kann - das gleiche Problem gibt's dann auch beim Paneling. Ich denke, wenn es an Kernszenen des Comics geht, wird man instinktiv immer ein bisschen genauer. Vor allem bei den Charakterdesigns würde ich dem Zeichner persönlich einen kreativen Freiraum lassen, es sei denn, ein bestimmtes Markenzeichen des Charakters muss zwingend für den Verlauf der Geschichte 100% der Vorstellung des Autors entsprechen.

Zitat:

So, das waren fürs erste Mal genug Fragen, denke ich ^^ Allgemeine Tips und Tricks höre ich mir natürlich immer gerne an Augenzwinkern


Tipp zur besseren Atmosphäre: Wirklich am Anfang klären, was du als Autor übernimmst und wie die Gewichtung aussieht. Ruhig auch noch mal betonen, welche Szenen dir vielleicht besonders wichtig sind und da spätestens noch mal drüber reden, wenn der Zeichner sich an die ersten Skizzen/Layouts setzt.

Grundsätzlich sollte auch die Chemie stimmen, nicht jeder kommt mit jedem klar. smile

Ich hoffe, ich konnte helfen, sonst führ ich das bei Bedarf noch'n bisschen aus.

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14.04.2010 21:23 Lail ist offline E-Mail an Lail senden Homepage von Lail Beiträge von Lail suchen Nehmen Sie Lail in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Lail in Ihre Kontaktliste ein
Silence Silence ist weiblich
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Script...Plot...das sind irgendwie für mich immernoch Fachworte mit denen ich nicht so wirklich was anfangen kann xD

Sagen wirs so, ich weiss, dass man nen roten Faden braucht für einen Manga/eine gute Geschichte.

Aber da is auch irgendwo mein Problem. Ich hab bislang immer ganz nette Ideen, manchmal fehlt es mir aber dann an Ereignissen wie ich diese schicken Ideen in logischen Zusammenhang bringen kann und wie ich Leerlauf innerhalb der Geschichte sinnvoll ohne Filler überbrücken kann.

Wie komme ich auf logische Zusammenhänge für die Geschichte und vor allen Dingen: wie gebe ich meinen Charakteren mehr Tiefe? Ich übe und übe und übe hab aber gerade das Gefühl, nicht voran zu kommen. Dabei wäre es mir wirklich wichtig weil ich nach der Ausbildung unbedingt wieder was machen will und das auch was längeres, größeres werden soll....unglücklich

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An der Klinge eines Helden, der unzählige beschützt hat....klebt das Blut tausender, die nicht beschützt werden konnten.........


Kunst kommt von Können. Käme es von Wollen hieße es Wunst...ö_ö
14.04.2010 22:53 Silence ist offline E-Mail an Silence senden Beiträge von Silence suchen Nehmen Sie Silence in Ihre Freundesliste auf MSN Passport-Profil von Silence anzeigen
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Zitat:
Original von Silence
Script...Plot...das sind irgendwie für mich immernoch Fachworte mit denen ich nicht so wirklich was anfangen kann xD


Skript = Script = Comic-"Drehbuch" = Szenario

Plot = äh, ja, da kannste zig Definitionen zu finden und sicherlich auch intedisziplinäre Streitigkeiten, welche jetzt richtig ist.

Für mich ist Plot immer die Grundhandlung, um die sich alles dreht. Eine konkrete Kombination aus Handlung und Stoff. Der große Konflikt, der Kern der Geschichte.

Handlung (auch hierzu könnte man aber Plot sagen) = Kann man kaum neu erfinden, hier geht es um traditionell gewachsene Handlungsarten, so ungefähr das, was später auch zur Einteilung von Genres dient. Eine Liebesgeschichte wird sich immer um mindestens zwei Menschen drehen, die irgendwie nach Irrungen und Wirrungen zusammenkommen - oder auch eben nicht. Bei einer Kriminalgeschichte geht es immer darum, dass jemand vermeintlich stirbt und ein anderer sich aufmacht, es herauszufinden - und so weiter. Mit diesen Handlungs"gerüsten" kann man spielen, aber man kann sie nicht neu erfinden.

Stoff = das Thema, das Setting, etc.

Zitat:

Sagen wirs so, ich weiss, dass man nen roten Faden braucht für einen Manga/eine gute Geschichte.


- Kenntnis von Erzählwerkzeugen (sowohl vom Aufbau der Geschichte her, als auch in Sachen Umsetzung der Geschichte - Dialoge, Seitenaufbau),
- interessanten Stoff,
- Charaktere, die dem Leser Fläche zur Identifikation bieten und genügend Konflikt- und Entwicklungspotenzial mitbringen,
- eine Protion Glück

Darf gerne ergänzt werden XD

Zitat:

Aber da is auch irgendwo mein Problem. Ich hab bislang immer ganz nette Ideen, manchmal fehlt es mir aber dann an Ereignissen wie ich diese schicken Ideen in logischen Zusammenhang bringen kann und wie ich Leerlauf innerhalb der Geschichte sinnvoll ohne Filler überbrücken kann.


Hm, das is mir grad zu abstrakt ... Pick dir eine Idee aus und mach sie zur zentralen. Leerlauf lässt sich gut mit Charakterkonflikten, die eskalieren, lösen. Es hängt unmittelbar mit den folgenden Fragen zusammen:

Zitat:

Wie komme ich auf logische Zusammenhänge für die Geschichte und vor allen Dingen: wie gebe ich meinen Charakteren mehr Tiefe?


Wenn du - wie oben angedeutet - davon ausgehst, dass du in Sachen Handlungsform nicht unheimlich innovativ sein kannst, bleibt viel an der Charakterkonstellation hängen. Charaktere haben einen Hintergrund, daraus entwickelt sich ein persönliches Lebenziel, eine Einstellung zu verschiedenen Dingen. Dann könntest du noch - aus Autorensicht - ein Entwicklungsziel festlegen: Was soll der Charakter im Laufe der Geschichte lernen oder was möchtest du dem Leser anhand dieses Charakters zeigen? Der Weg des Charakters kann z.B. dann von Ereignissen, die sich aus dem Setting ergeben, entsprechend beeinflusst werden, sich seinem Ziel nähern oder davon zu entfernen. Noch besser lässt sich das über andere Charaktere lösen (Vorteil gegenüber einer reinen Beeinflussung durch die Umgebung: Charaktere sind lebendig ...), die vielleicht ähnliche Ziele, aber ganz andere Motive haben, die der Hauptcharakter nicht gutheißen kann. Oder sie haben ein Ziel, das dem Hauptcharakter das Erreichen seines Ziels erschwert. Es entsteht ein Konflikt. Du hast dir dann als Autor überlegt, dass es Entwicklungsziel des Hauptcharakters sein soll, von seinem Ziel abzuweichen, weil er die Motivation seines "Rivalen" immer mehr nachvollziehen kann. Dieses "immer mehr nachvollziehen" muss eben dann durch bestimmte Erfahrungen herbeigeführt werden. Und diese Erfahrungen wiederum verwebst du mit der eigentlichen Handlung.


Das mit "mehr Tiefe" is ne verzwickte Kiste.
Auch bei Charakteren gibt es wieder Archetypen oder "-komponenten", die nicht mehr wirklich neu sind: Den Helden, den Schurken, den Rivalen, den "bösen und den guten Bullen", etc. Komponenten: schlimme Kindheit, Entwicklungsdefizite, Pechvogel in Sachen Beziehung, etc. pp.

Hier kommt's dann darauf an, mit diesen Typen und Komponenten zu spielen, mal zu gucken, was man mit dem Stoff machen kann und dann geht's letztendlich wieder darum, die Charaktere gut in Szene zu setzen und effektvoll aufeinander loszulassen! Augenzwinkern

Erschweren kommt dann aufgrund des Erzähltempos im Comic hinzu, dass vieles überdeutlich dargestellt werden sollte - für längere Ausführungen bleibt oft gar keine Zeit. Damit beim Leser möglichst viel von dem ankommt, was du dir überlegt hast, müssen Charaktere immer ein Stück weit "überzeichnet" sein, bloßes Andeuten geht zu oft unter - da ist es dann die Gratwanderung, den Charakter und seine Probleme nicht zu stark auf "Archetyp/-komponenten" zu reduzieren.

Problem: Ob ein Charakter tiefgründig ist oder nicht, das is auch oft Geschmackssache ...
Man nehme nur mal TWILIGHT: Für ne große Gruppe ist das ganz großes Kino. Für andere eben nicht.
Heißt bei aller Mühe, kann es - wie bei Planung der Geschichte - trotzdem sein, dass viele Leute sagen: Uh, wie flach. Das ist dann mangelndes Glück. =/


Zitat:

Ich übe und übe und übe hab aber gerade das Gefühl, nicht voran zu kommen. Dabei wäre es mir wirklich wichtig weil ich nach der Ausbildung unbedingt wieder was machen will und das auch was längeres, größeres werden soll....unglücklich


Weiter üben! fröhlich

Vielleicht hat ja was von dem, was ich da grad runtergetippt hab, geholfen.

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14.04.2010 23:43 Lail ist offline E-Mail an Lail senden Homepage von Lail Beiträge von Lail suchen Nehmen Sie Lail in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie Lail in Ihre Kontaktliste ein
Sithy
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@ Lail: Dankeschön! Das hat mir doch schon mal sehr viel weitergeholfen smile

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15.04.2010 15:01 Sithy ist offline Homepage von Sithy Beiträge von Sithy suchen Nehmen Sie Sithy in Ihre Freundesliste auf
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Hey Lail. Danke dass du dir so viel Mühe gemacht hast um meine Fragen zu beantworten.

Das meiste was du mir jedoch geschrieben hast, war mir zumindest im Unterbewusstsein klar, und ich stell fest, dass ich mich in dem was ich eigentlich wissen wollte ziemlich dumm ausgedrückt haben muss.

Dass es nur bestimmte Charakterkonstellationen/Möglichkeiten gibt ist mir klar.
Die Frage wie man deren Tiefe darstellt war aber nicht darauf bezogen, wie man die nun zusammenbastelt, damit ein Charakter entsteht. (Meistens habe ich genaue Vorstellungen davon, wie ein Charakter sein soll, warum er so handelt etc.) Das ist also nicht das Problem.
Mein Problem liegt eher darin, die Art und Weise dar zu stellen um dem Leser zu vermitteln, dass der Charakter so ist wie er ist. Wie mache ich dem Leser mithilfe des Umfeldes klar, dass Charakter xy nur so und so handeln konnte/musste weil er so und so veranlagt ist, OHNE zu viel Vorweg zu nehmen und in Klischees abzurutschen.
Das ist für mich das Problem.

Spontan würde ich sagen durch Interaktion mit anderen, durch aktives Handeln der Figur bringt man sowas rüber. Aber da bin ich mir halt was unsicher. (Ich glaube ich mach mir für die nächste Story jetzt schon zu viele Gedanken |DDD)


Das mit den Ideen die ich gern verbinden möchte...da kann ich mir keine rauspicken und sie zum zentralen Handlungsstrang machen, weil es im Grunde mehr Szenen sind, die alle zu ein und derselben Geschichte gehören und sich um das Hauptthema der Geschichte drehen.
Sprich Schlüsselmomente, die neue Schwierigkeiten darstellen, neue Wege auftun und den Hauptcharakter vor schwierige Entscheidungen stellen. Sprich, die Konfliktsituationen zu denen du mir rätst.
Aber die lassen sich nicht so einfach mit noch mehr Konfliktpotential zwischen anderen Charakteren verbinden. Sonst würde es sich zu sehr hochschaukeln. (ich weiss, es gibt Mangas in denen kommt sowas Knall auf Fall und man ist nur am mitfiebern aber ich stell mir sowas für Zeichner wie Leser gleichermaßen unglaublich anstrengend vor, diese Spannung permanent aufrecht zu erhalten. Ist natürlich gut fürn Lesefluss und regt sicherlich auch die Allgemeinheit an, sofort weiter lesen zu wollen aber...phew xD)

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M.D. Engelbrecht M.D. Engelbrecht ist weiblich
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Ich glaube den Charakter sich an etwas erinnern zu lassen ist auch eine gute Möglichkeit seine persönliche Motivation und Entscheidungen besser zu beleuchten. Es müsste also nicht zwingend direkt durch Interaktion dargestellt werden. Aber hier muss dann natürlich die Stelle, an der sich erinnert wird, in den Kontext passen, sonst wirkts unpassend eingeschoben ^^

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16.04.2010 09:22 M.D. Engelbrecht ist offline E-Mail an M.D. Engelbrecht senden Homepage von M.D. Engelbrecht Beiträge von M.D. Engelbrecht suchen Nehmen Sie M.D. Engelbrecht in Ihre Freundesliste auf MSN Passport-Profil von M.D. Engelbrecht anzeigen
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Hmm, also wie gesagt, abstrakt ist das für mich grad schwer, genau zu verstehen, um was genau du dir sorgen machst, hmm.

Also ich schreib mal wieder ins Blaue:

Du hast verschiedene Möglichkeiten und Hilfsmittel, einen Charakter für den Leser deutlich zu beschreiben:

- Charaktersteckbriefe am Anfang oder unmittelbar in der "Nähe" des ersten Auftretens.

- Einblick in die Gedankenwelt des Charakters, also dem Leser zu zeigen, wie der Charakter bestimmte Situationen und seine Mitmenschen bewertet (sei es nur durch Gedankenblasen oder eine Erzählfunktion des Charakters.

- Klassisches Reiz-Reaktion-Spiel - du willst darstellen, dass der Charakter leicht reizbar ist und überreagiert, also schaffst du bestimmte Situationen, in denen eben das gezeigt wird.

- Rückblenden

- Bonus-Kapitel, die z.B. eine Episode rund um einen Nebencharakter zeigen - mit Zusatzmaterial, dass sich nur schwer in die Haupthandlung einflechten lässt, weil es zu sehr von dieser ablenken würde.


Allgemein gilt: Du setzt dem Leser vor, wie der Charakter gerade ist und musst das auch nicht weiter erläutern, warum, bis es für die Entwicklung ausschlaggebend wird. Wichtig ist, dass der Leser ein klares Bild davon bekommt.

Z.B.: Der, der Angst vor engen Räumen hat, wird sie meiden und sichtlich Stress haben, wenn er sie nicht vermeiden kann.

Da würden eine solche Stresssituation und deutliche Stresssymptome genügen, um dem Leser diese Angst zu vermitteln. Wie gut das dann bei der Umsetzung gelingt, ist Übungssache.

Ein bloßer Blick auf einen Fahrstuhl und der Fahrstuhl im Fokus würde hier für viele Leser nicht reichen - zu subtil (die, die aber auch an Raumangst leiden, könntest du hier vielleicht schon erreichen).
Den Fahrstuhl aber zuerst im normalen Licht zu zeigen, dann den gestressten Blick der Charakters, dann den Fahrstuhl mit scharfen Schatten und dann wieder den vielleicht sogar zitternden oder zumindest tief durchatmenden Charakter, der sich nur widerwillig hineinbegibt, erhöhten Puls hat - oder vielleicht sogar schon Fetzen aus seiner Erinnerung zu zeigen, die diese Angst begründet haben - das würde eine breite Gruppe Leser erreichen. Hier gilt es halt, abzuwägen, wann es zu überzogen ist. Das ist wiederum von der allgemeinen Erzählweise, dem Genre und dem eigenen Geschmackabhängig. :/

Hier gilt: Redakteur und Testleser fragen. smile

Wichtig ist in jedem Fall, dass der Leser den Charakter durch ein paar aussagekräftige Handlungen "begreifen" kann, bevor eine etwaige Entwicklung ansetzt. Es ist immer am einfachsten für den Leser, wenn der Charakter schon mit dem ersten Auftritt eine erste, klare Charakterisierung erfährt - und wenn es nur einer seiner prägnanten Züge ist.

Das passiert auch bei dem Unbekannten, der immer nur als geheimnisvoller Schatten auftaucht - der ist dann halt erst mal nur der geheimnisvolle Schatten, auch wenn der Leser nicht weiß, warum. Das kann er auch erst mal so hinnehmen, weil, sobald er irgendwo in Interaktion tritt, mindestens ein anderer Charakter sich dieselbe Frage stellen wird wie der Leser: Wer ist das? Was tut er? Und warum?

Dadurch ist zumindest eine Verbindung hergestellt.

Bei dem leicht reizbaren Charakter wär z.B. wichtig, dass er am Anfang auch wirklich bei jeder Kleinigkeit in die Luft geht, da darf keine Gelegenheit ohne besondere (für den Leser erkennbare) Begründung ausgelassen werden - sonst kann das eben an die "Glaubhaftigkeit" gehen.


Grundsätzlich ein Tipp: KEINE Angst vor Klischees haben. Das ist schon der falsche Ansatz, der zwangsläufig am Ende trotzdem zu Klischees führt (nur leider nicht zu bewusst eingesetzten und somit oft zu nicht so leicht nachvollziehbaren).
Klischees sind was Tolles, weil der Leser sofort versteht, worum es geht und man ihn mit Hilfe der Klischees dann z.B. auch wunderbar aufs Glatteis führen kann.


Edit: Übrigens hat Susu etwas ganz Wichtiges festgestellt:
Zitat:
Das meiste was du mir jedoch geschrieben hast, war mir zumindest im Unterbewusstsein klar [...]


Unterbewusstes Wissen ist das, was jeder Leser hat und genau DARAUF muss der Erzähler achten. Damit er das kann, muss er sich zunächst aller Stilmittel, die er einsetzt, BEWUSST werden, denn dann kann er Erfahrungswerte sammeln, die eingiermaßen einschätzen, dass das, was er macht, beim Leser auch ungefähr so ankommt wie beabsichtigt.

Das gilt sowohl für die Storyplanung als auch für's Paneling. Natürlich gehört da immer Glück dazu und instinktiv macht man vieles richtig, aber je professioneller man arbeiten will, desto wichtiger wird es, sich diese ganzen Dinge bewusst vor Augen zu führen und bewusst einzusetzen. smile

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Gut gut, das hat mir jetzt schon weitaus mehr geholfen wobei ich sagen muss, dass ich glaube ich nie so präzise irgendwelche Elemente nutzen könnte wie du es beschreibst. xD (sprich das was du meinst mit bewusstem Einsetzen von Stilmitteln)
Das liegt daran das die Geschichte mich meistens leitet. Ich gebe vor, wo ich hin will, spiel das aber in meinem Kopf aus...und dann machen die Charaktere zwischenzeitlich immer was sie wollen, wie in einem RpG und kommen irgendwann dann doch da hin wo ich hin wollte.
So nen Grundpack von Sachen die man tun und wissen sollte ist denke ich vorhanden, der Rest kommt bei mir mehr inpulsiv.
Aber danke für deine Mühe, ich denke, ich kann nun ein bisschen mehr damit anfangen ^^

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